Satt und genug Volunteers bei der EM
Simon am Montag, den
23. Januar 2012
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Die UEFA lässt gerne andere arbeiten
Wie bei jedem sportlichen Großereignis der letzten Jahrzehnte buhlt man auch in Polen und der Ukraine um
freiwillige Helfer, die die beiden Ausrichterländer dabei unterstützen sollen, die Euro 2012 vor allem für die Zuschauer vor Ort zu einem rundum gelungenen Erlebnis zu machen. Natürlich kommen die meisten Bewerbungen aus den Ländern selbst, was angesichts der beiden slawischen Sprachen und in der Ukraine sogar kyrillischen Schriftzeichen nicht die schlechteste Wahl wäre. Doch auch aus vielen anderen Ländern haben sich meist junge Leute beworben, um kostenlos dabei sein zu können und einen Blick hinter die Kulissen eines solchen Weltereignisses werfen zu können. Aus Italien, aus Südamerika und aus Afrika kommen weitere Anwärter, kurzum: aus aller Herren Länder.
Insgesamt 3.000 Menschen wird der polnische Verband während des Turniers im kommenden Sommer einsetzen, die gleiche Zahl soll in der Ukraine wirken. Auf ungefähr 1 Million Touristen werden diese zusammen 6.000 freiwilligen Helfer dann treffen — klar, dass Englischkentnisse bei solch einer Tätigkeit unabdingbar sind.
Bei der Frauen-WM 2011 in Deutschland hatten 4.000 Volunteers dazu beigetragen, das Turnier problemlos über die Bühne zu bringen. VIPs werden betreut, Suchende angeleitet und teilweise über die angesetzten Schichten hinaus gearbeitet. Überraschend: Trotz der Thematik “Fußball” sind in Polen 60% der Bewerber weiblich.
Aus der Ukraine wird hingegen berichtet, dass sich nicht alle “Freiwilligen” wirklich freiwillig gemeldet hätten. Studenten an ukrainischen Universitäten soll nahegelegt worden sein, sich für diese Dienste zu bewerben, dies würde positiv bei der Beurteilung ihrer Person durch die Universität berücksichtigt werden. Und schon sind aus den vielen, fröhlichen “Volunteers” erzwungenermaßen anwesende, arme ukrainische Studenten geworden.
photo credit: Aleksandr Osipov
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