Reus schießt sich in Richtung Euro 2012
Hagen am Freitag, den
27. Januar 2012
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Noch 6 Monate erfreut Marco Reus die Fans im Borussia-Park
Gerade erst wurde der Wechsel Marco Reus’ von
Borussia Mönchengladbach zur anderen Borussia in Dortmund bekannt, da geht auch schon die Rückrunde der Bundesliga weiter und Marco Reus steht unter besonderer Beobachtung. Denn nachdem feststeht, dass er wechseln wird, rechnet die Meute des Boulevards damit, dass durch sein eventuell verändertes Spielverhalten etwas für sie abfallen wird. Wieso er plötzlich schlechter spielen sollte, nur weil er in 6 Monaten den Verein wechselt, dafür gibt es allerdings keine überzeugende Erklärung. Und sollte es noch Zweifler gegeben haben, so sind diese spätestens mit dem guten Auftritt von Marco Reus gegen die Münchner Bayern vom vergangenen Freitag ruhig gestellt.
Die weiterhin sehr guten Leistungen des gebürtigen Dortmunders machen ihn natürlich auch zu einem Kandidaten für die Euro 2012, für die noch lange nicht feststeht, welche Spieler Bundestrainer Jogi Löw nominieren wird. Mit jedem Spieltag scheint eine Aufnahme in den Nationalmannschaftskader von Marco Reus wahrscheinlicher und vor allem sinnvoller zu werden. Wer einwirft, dass die guten Leistungen des eher schmächtigen Blondschopfs einzig in der überragenden Trainerarbeit von Lucien Favre zu sehen sind, der hat noch nicht genau hingeschaut, wenn Marco Reus alleine gegen zwei und manchmal sogar drei Gegenspieler dribbelt — und sich durchsetzt. Genau dies ist etwas, was nicht vom Trainer vermittelt wird, sondern eben ein Talent ist, welches man intensiv pflegen und hegen muss, das aber nicht käuflich zu erwerben ist.
Es wäre also ein grober Fehler, wenn Löw auf Reus verzichtete, auch wenn dieser sich die ersten Male immer dann verletzte, wenn er für die Nationalmannschaft nominiert war. Setzt Löw auf Reus, könnte dieser einer der großen Stars des Turniers in Polen und der Ukraine werden. Kühl im Abschluss, stark im Dribbling und ist sich nicht zu schade für Defensivarbeit, die heute natürlich schon in den vordersten Reihen beginnt. Zudem äußerst sympathisch und auf dem Boden geblieben. Der Boden scheint bereitet für eine Karriere, die über die Mitgliedschaft in einer mediokren Bundesligamannschaft hinausgeht.
photo credit: Holger NRW
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