Spielort der Euro 2012: Kiew
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Kiew ist nicht nur die Hauptstadt der Ukraine, sondern auch die mit weitem Abstand größte Stadt der Ukraine. 2,7 Millionen Einwohner zählt die Stadt im Norden des Landes, unweit der Katastrophenstelle von Tschernobyl. Natürlich ballt sich neben dem Sportlichen auch die sonstige ukrainische Kultur in der Hauptstadt des Austragungslandes der Euro 2012.
Natürlich ist die Stadt das Verkehrszentrum des Landes und wird während der Euro den Großteil des Verkehrs abwickeln müssen, insbesondere über den Flughafen von Kiew.
Sehenswürdigkeiten

Postplatz mit Christuskirche in Kiew
Die Zahl der sehenswerten Gebäude geht in die Hunderte. Die wichtigsten sind aber die Sophienkathedrale (siehe Foto), das berühmte Kiewer Höhlenkloster, das Goldene Tor und der Marienpalast.
Dazu kommen ebenso viele Museen und große Plätze sowie das weltweit bekannte “Mutter-Heimat-Denkmal”. Aufgrund der vielen Ereignisse im Zuge des Zweiten Weltkriegs in dieser Stadt gibt es noch viele weitere Denkmäler, die auf diese Zeit Bezug nehmen.
Was man oft vergisst bei osteuropäischen Städten angesichts der Bilder von Plattenbauten: Auch in Kiew gibt es wie in den meisten Städten der Ukraine unheimlich viele Parkanlagen und somit sehr viel Grün in der Stadt, wo man gerne verweilt oder zu Anlass der Europameisterschaft vielleicht mit ein paar europäischen Fußballfreunden feiert, die man erst am selben Tag kennengelernt hat. Oder mit den Ukrainern selbst, welche schließlich als ausgesprochen gastfreundlich gelten.
Nicht weniger als 99 (!) Hochschulen sind in Kiew ansässig. Berühmte Persönlichkeiten kamen satt und genug aus Kiew, z. B. Golda Meir oder aus neuerer Zeit Milla Jovovich, aber auch zahlreiche Künstler, Sportler und Dichter.
Deutsche Partnerstädte dieser Metropole sind Leipzig und München.
Lokaler Fußball

Sophienkathedrale Kiew
Lange Zeit der einzige über die Landesgrenzen hinaus bekannte Klub, hat Dynamo Kiew mittlerweile Konkurrenz in dieser Frage von Schachtar Donezk erhalten. Das ändert aber nichts daran, dass Dynamo aus Kiew weiter die führende Kraft im ukrainischen Fußball ist und neben dem Hervorbringen von so Stars wie Andrij Schevtschenko, Igor Belanov und Oleg Blochin vor allem zwei Europapokalsiege auf seinem Briefkopf stehen hat.
Dazu kommen etliche Meisterschaften und Pokalsiege sowohl in der Sowjetunion wie auch in der Ukraine. Der ganz große Wurf auf internationalem Parkett gelang allerdings seit der Unabhängigkeit der Ukraine nicht mehr. Dennoch steht Dynamo Kiew wie kein zweites Team für die Spielphilosophie des Kommunismus. Wenn der Dynamo einmal angeworfen war, war er damals äußerst schwer zu stoppen. Und das lag nicht zuletzt an der Trainerlegende von Dynamo Kiew, an Walerij Lobanowski, dem berühmten Schweiger auf der Bank.
Die Vereinsfarben sind weiß-blau, das eigentliche Stadion von Dynamo Kiew ist das Walerij-Lobanowski-Stadion. Dessen Fassungsvermögen ist allerdings so gering, dass Dynamo meist in das Olympiastadion von Kiew ausweicht.
Stadion
Das Olympiastadion in Kiew wird die Ehre haben, das Finale der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine auszutragen. Und wer weiß, ob nicht am Finaltag ein mögliches “Wunder von Kiew” in die Fußballgeschichte eingeht, wenn z. B. die Ukraine Europameister werden sollte.
Das Stadion existiert an dieser Stelle bereits seit 1914, für die Europameisterschaft wird es allerdings komplett umgebaut. Die Kosten dafür belaufen sich mit 600 Millionen Euro auf über eine halbe Milliarde Euro. Dafür haben danach allerdings auch 63.000 Zuschauer beste Sicht aufs Spielfeld und sitzen auf bequemen Sitzen. Die Flutlichtanlage wird komplett im Dach integriert sein. Auch das Olympiastadion in Kiew wird seine Laufbahn für Leichtathletikveranstaltungen behalten, weshalb keine allzu typische Fußballatmosphäre herrschen wird, selbst wenn das Finale — was jetzt schon der Fall ist — komplett ausverkauft sein wird.
Sehenswert ist es dennoch, ist es doch eines der wenigen Stadien, die heutzutage noch mitten in der Innenstadt zu finden sind.
Alle Austragungsorte im Überblick:
Polen:
Ukraine:
Quelle Fotos: Helga Ewert / pixelio.de

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